Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Klagemauer der Juden

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Jerusalem. Die Klagemauer der Juden am Haram esch Scherîf.

Die Mauer ist im unteren Teil der Rest des Unterbaues vom Tempel des Herodes. Sie ist etwa 18 m hoch. Die Quadern sind sehr gut gefugt, manche von ihnen sind mehrere Meter lang. Die oberen Lagen stammen zum Teil aus jüngerer Zeit und zeigen kleineren Steinschnitt. An dieser Mauer pflegen besonders am Vorabend des Sabbath die Juden sich zu versammeln, zu beten, kleine Kerzen anzuzünden und Klagelieder anzustimmen wegen des Unterganges des Tempels und des jüdischen Reiches. Eine genaue Beschreibung des herodianischen Tempels hat der jüdische Schriftsteller Flavius Josephus hinterlassen, der als Begleiter des Kaisers Titus die Zerstörung Jerusalems miterlebt hat (Antiquitates XV 11, Bellum Judaicum I 21, V 5). Danach sind von Archäologen und Architekten sehr viele Rekonstruktionsversuche gemacht worden, vgl. z. B. Chipiez und Perrot, Le Temple de Jerusalem, Paris 1889.

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Frankreich deutsch gesehen – Die Stadt (Östliche Hälfte)

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Paris bedeutet für Frankreich viel, viel mehr als Berlin für Deutschland; denn es ist von alters her und im weitesten Sinne die Hauptstadt des Landes. Es umschliesst mit seinen Mauern nicht nur das zentrale politische Leben des Landes, sondern bildet auch den geistigen und kulturellen Mittelpunkt Frankreichs und des französischen Kolonialreiches in Uebersee. Ausser Paris spielen auch andere Städte des Landes wie Lille, Le Havre, Bordeaux, Marseille usw. eine Rolle in Wirtschaft, Handel und Verkehr. Kulturell werden sie jedoch von der überragenden Bedeutung der Landeshauptstadt überstrahlt. Baris zählte schon im 13. J. 120 000 Einwohner, anfangs des 18. J. bereits 500 000 und war schon längst Weltstadt, als Berlin erst nach der Gründung des Zweiten Reiches in die Reihe der Weltstädte einzurücken begann. Paris ist eine fast unübersehbare Stadt, da Innenstadt, Aussenbezirke, nähere und weitere Vororte ohne Zwischenraum unmerklich ineinander übergehen.

Von den Grosstädten der Welt hat keine eine so geprägte Form wie Paris. Das gründet sich auf die Baugesinnung des einzelnen, der sich willig den Absichten der jeweiligen Stadtsehöpfer unterordnete, ohne dabei seine Selbständigkeit aufzugeben. Regierungsseitig wurden Plätze bestimmten Charakters geplant. Die Bevölkerung folgte in ihren Bauten dem gegebenen Stil (Concordeplatz, Vendômeplalz, Vosgesplalz u. a.). Die Strassen machen durchweg einen geschlossenen Eindruck. Die übliche Zerrissenheit der Grosstadtstrasse, bewirkt durch Baikone, Loggien, Lücken und dergl.m., durch verschiedenes Baumaterial und sich widersprechende Farbtöne fällt in der Hauptsache fort. Das französische Haus ist durch die Art seiner Fenster, die grundsätzlich bis auf den Fussboden reichen, bestimmt. Da die so nach der Strasse zu entstehenden Oeffnungen durch schwarze Eisengitter geschützt werden, lässt sich mit deren Hilfe das Gebäude architektonisch gut gliedern. Die Wagerechte herrscht. Das Romanische gibt also den architektonischen Charakter, betont durch die Baumreihen der Strassen, die dem Süden fremd sind. Die Einheitlichkeit des Ganzen wird durch das gleiche Baumaterial, den Kalkstein gesichert, der auch die Farbtöne einheitlich wirken lässt.

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Die Balkanvölker im einzelnen

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Bogumil Goltz hat das schöne Wort gefunden: die Engländerin geht mit dem Kinn, die Österreicherin mit den Augen. Ähnlich könnte man sagen: der Madjar geht mit den Sporen, der Rumäne mit dem Rücken. Sporen sind scharf und schneidig, aber sie geben keinen Halt, sie zwingen zur Vorsicht. Der Rücken ist ein unaggressiver, ein unbeholfener Körperteil, aber er trägt, er fördert, er ist, um mit Hebel zu reden, „kernfest und auf die Dauer“. In letzter Zeit hat sich vollends das Selbstbewußtsein der Rumänen dermaßen gehoben, daß sie augenblicklich geradezu als das maßgebende Volk im Balkanstreite zu gelten haben.

Die Rumänen sind die zäheste Rasse der Erde. Selbst die Kinder Israels nicht ausgenommen. Juden gab es immer, aber die Rumänen waren acht bis neun Jahrhunderte verschwunden. So völlig verschwunden wie gewisse Bäche im schwäbischen Jura und im Karst, die meilenlang unterirdisch fließen. Plötzlich aber, im dreizehnten Jahrhundert, tauchten die Rumänen wieder auf, und diesmal blieben sie. Seitdem haben sie um sich gegriffen wie eine große Wasserflut, eine schier uferlose Überschwemmung bildend. Sie leben, außer unter eigener, unter nicht weniger als vier fremden Flaggen, aber kein Herrenvolk ist imstande gewesen, sie zu Boden zu drücken. Im Gegenteil: sie drücken auf ihre Herren. Das haben vor allen Dingen die Madjaren gemerkt; dann haben es auch die Russen und die Südslaven spüren müssen. Die Rumänen haben sich lange von den Madjaren an die Wand drücken lassen, aber endlich — seit ungefähr fünf Jahren — haben sie sich aufgerafft. und haben beschlossen, selber angreifend vorzugehen. Leider sind von dem Angriffe auch wir Deutschen betroffen, denn es hat bereits eine leise Rumänisierung der Siebenbürger Sachsen begonnen. Ebensowenig sind die Russen imstande gewesen, die Rumänen in Bessarabien zu verrussen. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit mit den Volksgenossen des unabhängigen Königreiches ist so rege wie noch nie. Und der Wunsch nach einer Wiedervereinigung ist brennend geblieben.

Nicht minder haben die Bulgaren am eigenen Leibe die zähe Wühlertätigkeit der Rumänen und ihrer Vettern, der Kutzowalachen, zu spüren.

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