Nordisches Blutserbe im süddeutschen Bauerntum

aus dem Kunstmuseum Hamburg

„Die Hauptsache ist, daß die Rasse rein bleibe! Rein und sich selber gleich, wie schon Tacitus sie einst rühmte. So nur werden wir ein Volk! So nur werden wir eine Einheit! So nur werden wir Offenbarungen und Betätigungen der Geisteswelt und fähig, das Grundelement des Urvolkes der Germanen zu erhalten und zu steigern, ohne das Große und Gute aller Zeiten und Völker von uns wegzuweisen.“

Johann Wolfgang von Goethe














Weitere 49 Abbildungen.

Weiterlesen

Deutsche Kulturbeziehungen zum Ausland

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Seit der Zeit Ludwigs XIV. wurde französische Tracht und Baukunst und Sprache sowie französische Sitte und Etikette in ganz Europa vorherrschend. Die Erfolge Napoleons erweiterten den Einflußkreis der französischen Bildung, der auch Südamerika erlag. Noch jetzt dauert der Einfluß und gewinnt noch immer, wie in Japan und Nordamerika, neuen Boden. Daneben ist aber in der Gegenwart englische Tracht und Sprache aufgekommen; englische Spiele und Gewohnheiten haben den halben Erdkreis erobert. In Ostasien haben britische Diplomaten schon zu verschiedenen Malen den Anspruch erhoben, daß das Idiom Shakespeares, das ja tatsächlich dort im internationalen Verkehr die Hauptgeltung hat, der Sprache Voltaires und Falleyrands vorangehen solle. Auf militärische und politische Errungenschaften folgen in der Regel auch die kulturellen. Nach 1871 wurde Deutschland ein Lehrmeister der Völker. Es schickte Militärinstrukteure nach Rumänien und der Türkei, nach Japan und China, nach Chile und Argentinien; Offiziere aus aller Herren Länder dienten in unsern Regimentern und auf unseren Kriegsschiffen. In Japan geschah der Wechsel von den französischen Instrukteuren, die man trotz Sedan und Metz zu berufen fortgefahren hatte, zu den deutschen Offizieren Anfang der achtziger Jahre. Es waren die Herren von Meckel, der später als Generalquartiermeister in Mainz starb, von Blankenburg und von Grütschreiber. In China zeichneten sich die Herren von Hanneken und von Reitzenstein aus. Die nach Chile 1896 entsandten Instrukteure, fast dreißig an Zahl, wurden persönlich vom Kaiser darauf hingewiesen, daß sie da drüben in der neuen Welt deutscher Art eine neue Stätte und neue Ehre bereiten sollten. Selbst bis in das koreanische Heerwesen ist das deutsche Vorbild gedrungen. Ich habe selbst im Jahre 1895 zu Söul durch den Oberstleutnant Kusunose die „Kurentai“ nach dem Vierbataillonsystem exerzieren sehen, das damals bei uns aufgekommen war, und allerdings sehr bald wieder fallen gelassen wurde.

Häufiger wird der Einfluß gepriesen, den deutsche Wissenschaft, Kunst und Technik in derFremde erworben hat. Was deutsche Führer in Amerika geleistet, was unsere Forscher in Afrika oder Südasien gefunden — so erzählt Ehlers, daß der Name Bismarcks in Hinterindien bekannt war, so wissen wir, daß so manche deutsche Worte schon in das Suaheli eingedrungen sind — was deutsche Naturwissenschafter und Philologen in Rußland, was unsere Musiker in Ostasien erfahren haben: all das liefert uns Bausteine zu einer Erkenntnis jenes gewaltigen Kulturstromes, der von unserer Heimat in alle Welt ausging. Dann gibt es eine Menge von spezialistischen Einzelschritten. Dr. Rehn stellte Beziehungen deutscher und amerikanischer Medizin zusammen. Friedrich Correl arbeitete eine Denkschrift über Silos aus, in der er Erfindungen der deutschen Mühlenindustrie in Amerika verfolgte. Deutsche Chemiker und Physiker, Philologen und Philosophen führten aus, was in ihrer jeweiligen Wissenschaft Amerika uns verdanke. Münsterberg hat dann in einem (vielleicht zu idealistisch gefärbten) Kolossalgemälde derartige Studien zusammengefaßt. Wieder andere haben die deutschen Einwirkungen auf Italien, auf Frankreich, auf Rußland, auf Japan darzustellen unternommen.

Weiterlesen

Die Schöne Heimat: Bilder aus Deutschland

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Bildverzeichnis der 94 Abbildungen unten.




Weiterlesen

das Deutsche Holzhaus

aus dem Kunstmuseum Hamburg

A. Einleitung

Holzhäuser sind an und für sich heute nichts Neues, da sie uns von alters her aus den nordischen Ländern, Rußland und Amerika, also Ländern mit weit ungünstigeren klimatischen Verhältnissen als bei uns, bekannt sind. Erst als eine Folge des Krieges hat das Holzhaus in letzter Zeit wieder Verwendung gefunden, aber leider noch nicht in dem Maße, wie die noch immer bestehende Wohnungsnot dies eigentlich fordern würde. Der Mangel an Kohle und die sparsamste Verwendung derselben, auch im Bauwesen, ließen eine Fülle von Ersatz- und Sparbauweisen entstehen, wobei dann auch wieder auf das Holz als Baustoff zurückgegriffen wurde, von welchem in Deutschland noch genügende Mengen vorhanden sind, dank einer umfassenden und gesunden Forstpflege der Vergangenheit.

Gerade das deutsche Holzhaus ist wie keine andere Bauweise geeignet, behagliche Wohnlichkeit und künstlerische Möglichkeiten in zweckentsprechender Ausführung zu vereinigen, die nicht nur alle wohnungs-hygienischen, sondern auch wärmetechnischen Anforderungen erfüllt, welche an die Behaglichkeit und das Wohnkulturbedürfnis gestellt werden müssen. Durch seine dem Material angepaßte, schlichte Formgebung vermeidet das Holzhaus jede Protzerei und den Hang zu äußerlichen Übertreibungen, die vor dem Kriege unsere gesamte Kultur, und damit auch die Architektur, so ungünstig beeinflußt haben.

Das deutsche Holzhaus ist wie keine andere Bauart völlig industriell herzustellen. Die fabrikmäßige Herstellung nicht nur der einzelnen Bauteile wie Türen, Fenster und Treppen, sondern des ganzen Hauses in allen seinen Einzelteilen, kann unter Ausnutzung des Materials derartig organisiert werden, daß tatsächlich unter weitester Anspannung der Maschinen als der raschesten Arbeitskraft die Herstellung von Holzhäusern in kürzester Zeit gewährleistet werden kann. Für die Lieferung eines Holzhauses sind daher je nach Größe des Objektes 5 bis 8 Wochen erforderlich. Von größter wirtschaftlicher Bedeutung ist außerdem, daß die Herstellung des deutschen Holzhauses vollkommen ohne Kohle vorgenommen werden kann, da sich die Sägegatter, Holzbearbeitungsmaschinen und Trockenöfen durch die bei der Fabrikation gewonnenen Abfälle selbst speisen. Die maschinelle Fabrikation im Werke hat aber zur Folge, daß der Aufbau des Hauses an Ort und Stelle nur eine ganz geringe Zahl von Arbeitskräften erfordert und in kürzester Zeit bewerkstelligt werden kann, unter Umständen von ungelernten Arbeitern unter Leitung eines einzigen Fachmannes, welchen das Werk zur Verfügung stellt. Die Errichtung eines Holzhauses geht daher weit schneller vor sich, als bei irgend einem anderen Massiv- oder Halbmassiv-Hause. Von ausschlaggebender Bedeutung ist ferner, daß ein langes Austrocknen, wie bei den Massivbauten, nicht erforderlich ist, so daß das in kurzer Zeit aufgestellte Holzhaus sofort bezogen werden kann.

Weiterlesen