Wettbewerb für das Bismarck-National-Denkmal

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Selten ist das Urteil eines Preisgerichtes mit so viel Spannung erwartet worden, als der Entscheid über den Entwurf für das Bismarck-National-Denkmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück. Durch der Parteien Gunst und Haß war die Angelegenheit vom ersten Tage an verwirrt. Schon gegen die Wahl der Elisenhöhe wandten sich sofort erbitterte Gegner.

Als aber am 22. Januar ds. Js. die Preisrichter auf der Elisenhöhe versammelt waren, um gewissenhaft den Ort selbst zu prüfen, ehe sie die Entwürfe aburteilten, da ging das Urteil dahin: „Der Platz ist hervorragend zur Errichtung eines Denkmals geeignet“.

Hoch genug und frei genug, um nicht durch spätere An-und Umbauten dem Blick entzogen zu werden. Und doch nicht so wolkenhoch, daß nicht ein mäßig großes Bauwerk hier zur vollen Wirkung kommen könnte. Von allen Seiten her bleibt es immer gleich schön sichtbar. Wer aber hinaufsteigt durch den stillen Wald, den mächtigen Rheinstrom zur Seite, mit dem Blick auf Binger Loch, Mäuseturm und Ruine Ehrenfels, wer droben den herrlichen Ausblick auf den weiten Rheingau und weiter den Einblick ins Rhein- und Nahetal genießt, der zweifelt nicht, daß allen künftigen Besuchern der Denkmalstätte hier weihevolle Stunden sich bieten werden. Wer hier ein Denkmal errichten will, muß sich den Forderungen dieser Situation fügen. Mancher Feinfühlige hatte es schon längst ausgesprochen: „Wie schade, daß auch diese Stelle durch ein Denkmal verschandelt werden soll“.

Aber muß denn jegliches Denkmal von Menschenhand die Natur verschimpfieren? Schon steht an jener Stelle ein kleines tempelartiges Gebäude von rund 8 m Höhe, dessen außerordentlich malerische und stimmungsvolle Wirkung einstimmig anerkannt wird. An seine Stelle einen besseren, künstlerisch vollendeten, schön gegliederten Bau zu setzen, der in den Dimensionen nicht wesentlich über das Gegebene hinausgeht, das war nach Meinung vieler die eigentliche Aufgabe, die sich für den Wettbewerb ergab. Dem gegenüber muß festgestellt werden, daß von rund 379 Wettbewerbern nur wenige so gefühlt. Auch läßt der Wortlaut des Preisausschreibens vermuten, daß bei Erlaß desselben dieser Gedankengang nicht vorherrschte. An dieser Stelle, die das Rheintal beherrscht, sahen manche schon im Geiste einen riesigen, den Hügel als Basis der eignen machtvollen Schönheit benutzenden Bau himmelhoch auftrotzen. Freilich — gefordert wird das im Preisausschreiben nicht. Ausdrücklich ward erklärt, daß jede mögliche Lösung den Künstlern freigestellt sei. Einzig die Angabe, daß 1 800 000 Mark als Maximum der Bausumme vorgesehen seien, ließ die Auffassung zu, als müsse diese Summe auch erreicht werden. In Wahrheit hatte der Denkmals-Ausschuß damit nur eine äußerste Grenze ziehen wollen. Und doch haben von den Bewerbern nicht wrenige die Grenze erreicht, manche sogar überschritten. Ein Zeichen dafür, daß unseren heutigen Künstlern vielfach das Gefühl für das „est modus in rebus“ verloren gegangen ist.

Gewaltig ist heute die Enttäuschung weitaus der meisten Wettbewerber, weil die Majorität des Preisgerichtes diesen Standpunkt grundsätzlich verwarf. „Jeder Versuch, durch übermäßige Ausdehnung eine Wirkung zu erzielen, konnte nicht den Beifall der Preisrichter finden“, so lautet das Schlußurteil der Jury.

Eine bittere Erfahrung für viele Bewerber. Aber ist das nicht ein Charakteristikum jedes Wettbewerbes, daß der Künstler dabei nicht dem ausgesprochenen Willen eines bekannten Bauherrn, sondern der ungewissen Meinung einer unbestimmten Mehrheit gegenübersteht? Daraus resultiert dann eine unendliche Freiheit und Mannigfaltigkeit der Lösungen. In diesem Sinne ist natürlich jeder Wettbewerb eine Lotterie, aber eine Lotterie, in der auch der Verlierende gewinnt, wenn er nicht mit vorgefaßten Meinungen und übertriebenen Hoffnungen, sondern mit der Absicht an die Aufgabe herantritt, vor allem seine eigne Kraft zu stählen und aus den Erfolgen der Anderen im Falle der Niederlage zu lernen, bis auch ihm einmal der Sieg winkt. So aufgefaßt ist selbst dieser große Wettbewerb, der unendliche Opfer forcierte, ein Segen für die Künstlerschaft.

Damit soll nicht geleugnet werden, daß manchem diese Opfer bitter schwer geworden sind. Wenn heute von 379 Teilnehmern nur 20 eine materielle Entschädigung erhalten und weitere 21 durch eine lobende Erwähnung einen Trost davon getragen haben, so bleibt dem großen Rest nur eines übrig. Das stolze Bewußtsein, daß sie Zeugnis abgelegt haben für jene ideale Gesinnung, die trotz der unleugbaren materiellen Notlage in unserer Künstlerschaft steckt. Deswegen hat der Kunstausschuß des Bismarckdenkmals es für notwendig gehalten, sämtliche Entwürfe auf längere Zeit im Kunstpalast zu Düsseldorf öffentlich zugänglich zu machen, ehe sie vielleicht wieder in der Stille eines Magazinraumes oder eines Ateliers verschwinden.

Für das Preisgericht war es eine schwere Verantwortung, in wenigen Tagen diese 379 Entwürfe, zum Teil riesige Modelle, zahllose Zeichnungen, Schnitte und Grundrisse auf ihre künstlerische Qualität, wie auf ihre praktische Verwendbarkeit zu prüfen! Welche Verantwortung, insbesondere angesichts der Tatsache, daß schon vor Beginn der Sitzungen in Schrift und Druck den Preisrichtern Voreingenommenheit und allerhand unlautere Absichten vorgeworfen waren. Merkwürdigerweise haben gerade die Künstler, zu deren Gunsten die Juroren beschuldigt wurden, gar keine oder nur ganz nebensächliche Preise erhalten. Aber vergebens warten wir darauf, daß jene ungerechten Ankläger nun reuig und öffentlich Abbitte tun.

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Die Kunst nach dem Kriege

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Die nationale Kunst wird entstehen. Im Bewußtsein und dem Gefühl der großen Dinge, welche das deutsche Volk geleistet hat, wird es seinen Kindern eine neue Bahn weisen. Die Kraft, die fähig ist eine neue Welt zu schaffen, wird darüber hinauswachsen und eine Welt schaffen, die frei ist von allen fremden Gedanken, alles aus sich selber zieht und nur als Führer die eigenen Sinne und das eigene Herz hat. Große, wahre und einfache Gebilde werden entstehen, die allein in den nationalen Trieben wurzeln.


Die Lebensbedingungen, die Vorstellungen der Menschen und die Sitten sind dem ständigen Wechsel unterworfen. Die Folge ist, daß die Erneuerung der erwähnten Bedingungen, gleichzeitig mit der Veränderung der Seele, eine Erneuerung der Kunst nach sich ziehen muß. So wird unser Dasein eine neue Daseinssphäre hervorbringen, genau wie diejenige es tat, die der unseren vorherging. Die neue Daseinssphäre aber wird einen neuen Geisteszustand hervorrufen, denn die Begabung und der Geschmack ändern sich in derselben Zeit und demselben Sinne, wie die Gebräuche und Empfindungen der Masse. Durch den neuen Geisteszustand werden aber die neuen Werke erzeugt; so wird die große Umwandlung, die wir jetzt durchmachen, ihre eigenen idealen Vorbilder mit sich bringen.

Die sich auf diese Weise entwickelnde Lage wird bestimmte Gefühle und besondere Fähigkeiten verkörpern, wie z. B. im Mittelalter verzärtelte Empfindsamkeit und überreizte Einbildung vorherrschend waren, so wird die Zeit, die vor dem Kriege mehr von dem kleinlichen Ehrgeiz und den ungestillten Wünschen beherrscht war, von Tatkraft und klarem Bewußtsein des zielstrebendenWillens abgelöst werden.

Vor dem Kriege überanstrengte sich jeder für die Bequemlichkeiten des eigenen Lebens. Die Lebensweise mit ihren Bedürfnissen hatte sich ins Ungeheuere gesteigert. Tausend Sachen gab es, die unentbehrlich erschienen, wie die kostbarsten Einrichtungen und die teuersten Gewohnheiten. Da aber alles durch Arbeit mühselig verdient werden muß, so wurde der größte Teil des Lebens in Arbeit und Anstrengung für die Bequemlichkeit des teueren Ichs verbracht. Der heftigste Wettkampf verdoppelte die Geschäftigkeit, überreizte und überanstrengte, und die Folge für die Kunst war, daß auch sie die Spuren dieser Überreizung mit sich trug. Dazu kam noch die Abhängigkeit vom Fremden, die ebenfalls nicht zur Befreiung der deutschen Seele beitrug, und es ergab sich ein unbefriedigtes Tasten und Suchen, wie wir es in den letzten Jahren vor dem Kriege beobachten konnten. — Da kam der Augenblick für unser Volk, in welchem es sich darum handelte, zwischen einem unfreien, für den einzelnen an und für sich vielleicht noch vorteilhafteren und einem heldenhaften Leben zu wählen.

Wie ein feuriger Brand, der um sich frißt und sich vergrößert, so fanden alle durch die Begeisterung die Kraft und die Vereinigung, einer Welt von Feinden zu trotzen. Die Macht der Überzeugung und des inneren Glaubens, das Gefühl der Brüderlichkeit und das Vertrauen zu einander, das den ersten und den letzten Soldaten verbindet, gab ihnen eine Seele und einen Willen, verlieh ihnen allen Geduld, Kaltblütigkeit, Tatkraft und Opferfreudigkeit. Je mehr von der menschlichen Natur verlangt wird, desto mehr gibt sie. Das Notwendige tut seine Wirkung. Charaktereigenschaften, die unter anderen als den heutigen Bedingungen sich entwickelt hätten, können nicht zur Entfaltung kommen, sie verkümmern; andere hingegen blühen dafür auf. So gibt es keine Grenzen mehr für die Schaffensfreudigkeit, für die Opfer und Leiden der menschlichen Natur, es gibt nur einen Überfluß an Mut, an Aufopferung, Geduld und Willen.

Kleines, Eigenwilliges und Verwickeltes wird hinweggefegt, der gewaltige Kampf hat uns höher denken gelehrt, hat fremde Einflüsse hinweggespült, sodaß die Quellen reinen, einfachen und großen Empfindens wieder hell fließen. — Diese ewige Triebkraft tatkräftiger Charaktere, das schnelle Zugreifen, die Gewohnheit plötzlicher Entschlüsse und die Befähigung zum Handeln und Dulden, — alles, was unser Volk jetzt täglich und stündlich durchmacht, wird ein neues Geschlecht aufrechter, ungebrochener Menschen erzeugen, ein Geschlecht das fähig ist, starke, einfache und große Formen zu bilden, die aus seinem Geiste hervorgegangen sind.

Karl Ulmer-Hamburg.

Siehe auch: Die Deutsche Gedenkhalle in Wort und Bild.
Deutsche Gedenkhalle: Cheruskerfürst Hermann
Deutsche Gedenkhalle: Karl der Große
Deutsche Gedenkhalle: Kaiser Otto I.
Deutsche Gedenkhalle: Friedrich Barbarossa
Deutsche Gedenkhalle: Kaiser Friedrich II.
Deutsche Gedenkhalle: König Heinrich V.
Deutsche Gedenkhalle: Graf Rudolf von Habsburg
Deutsche Gedenkhalle: Ludwig der Bayer/Ludwig IV.
Deutsche Gedenkhalle: Konzil zu Konstanz
Deutsche Gedenkhalle: Karl V. in Antwerpen
Deutsche Gedenkhalle: Martin Luther
Deutsche Gedenkhalle: König Gustav Adolf
Deutsche Gedenkhalle: Westfälischer Friede
Deutsche Gedenkhalle: Schlacht bei Fehrbellin
Deutsche Gedenkhalle: Friedrich I.
Deutsche Gedenkhalle: König Friedrich I.
Deutsche Gedenkhalle: Friedrich der Große
Deutsche Gedenkhalle: Schlacht von Zorndorf
Deutsche Gedenkhalle: Friedrich der Große und die Österreicher
Deutsche Gedenkhalle: König Friedrich II. und Kaiser Joseph II.
Deutsche Gedenkhalle: Vereinigung der großen Geister Deutschlands
Deutsche Gedenkhalle: Friedrich Wilhelm IV. und Kaiser Wilhelm I.
Deutsche Gedenkhalle: Schillsche Jäger/Schillsches Freikorps
Deutsche Gedenkhalle: Volksopfer im Jahre 1813
Deutsche Gedenkhalle: Aufruf an mein Volk
Deutsche Gedenkhalle: Gebhard Leberecht von Blücher
Deutsche Gedenkhalle: Belle Alliance im Jahre 1815
Deutsche Gedenkhalle: Huldigung vor König Friedrich Wilhelm IV.
Deutsche Gedenkhalle: Krönung König Wilhelms I. zu Königsberg
Deutsche Gedenkhalle: 2. Bataillion des 24. preußischen Infanterieregiments
Deutsche Gedenkhalle: Abreise des Königs Wilhelm I. zur Armee
Deutsche Gedenkhalle: Sturm des 1. Garderegiments auf St.Privat
Deutsche Gedenkhalle: Bismarck und Napoleon
Deutsche Gedenkhalle: Generalfeldmarschall Graf von Moltke
Deutsche Gedenkhalle: König Wilhelm I., Bismarck und Graf von Moltke
Deutsche Gedenkhalle: Kaiserproklamation in Versailles
Deutsche Gedenkhalle: Prinzregent Luipold von Bayern
Deutsche Gedenkhalle: Berliner Kongreß
Deutsche Gedenkhalle: Kaiser Wilhelm I.
Deutsche Gedenkhalle: Fürst Otto von Bismarck
Deutsche Gedenkhalle: Letzte Heerschau Kaiser Friedrichs III.
Deutsche Gedenkhalle: Erste deutsche Linienschiffsgeschwader 1903
Deutsche Gedenkhalle: Die Deutschen an die Front
Deutsche Gedenkhalle: Eröffnung des deutschen Reichstages
Deutsche Gedenkhalle: Ein Reich, ein Volk, ein Gott

Haus „Rheingold“ in Berlin

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Eine Meisterschöpfung von Bruno Schmitz.

Wir leben in einer Zeit der Überraschungen und der Ausnahmefälle. Bei aller emsig getriebenen Ordnungsund Gleichmacherei, durch Schule und Regulative von oben, durch den Fanatismus der Massen von unten, wird das Bedeutende immer wieder von den Außenseitern geleistet. Ein von unserem gesegneten Schuldrill nur bis zur Tertia drangsalierter und vielleicht gerade deshalb so stark und scharfsichtig gebliebener genialer Kaufmann schiebt unseren Kolonialkarren aus dem Sumpf; aus einem Ramschladen geht ein königlicher Kaufmann hervor, der durch einen unserer allerbesten Architekten das schönste Warenhaus der Welt – Messels »Wertheimbau« in Berlin – errichten läßt, während die Staatsbauverwaltung einen ebenso genialen Künstler — Otto Schmalz —kaltstellen muß, der doch im Land- und Amtsgericht in der Berliner Neuen Friedrichstraße ein Werk geschaffen, das mit dem Warenhaus Wertheim und der Hochbahnstrecke in der Bülowstraße für die neuzeitliche Entwickelung der Baukunst stets einen Markstein allerersten Ranges bilden wird.

Ein Witzblattillustrator wird inzwischen Unterrichtsleiter am Gewerbe-Museum in Berlin — und man hat allen Grund, sich dessen zu freuen —, und Schankwirte, die ein neues System der Bier- und Brödchen-Verabfolgung erfanden, lassen in Berlin durch Deutschlands größten Denkmalbauer einen Palast errichten, der an Pracht und Größe schier neben jenen genannten »Schöpfungs-Bauten« zu nennen ist.

Der »Bierquelle« der Gebr. Aschinger entfließen plötzlich märchenhafte Goldströme für höchste Kunst! Und wenn auch nicht für lediglich ideale Zwecke — Menschen, die ihren Reichtum auch einmal ganz in den Dienst eines höchsten Zieles stellen, scheinen doch nur jenseits des Ozeans zu gedeihen; bei uns soll schließlich doch Geld auch wieder Geld bringen; das ist uns eine viel heiligere Wahrheit als irgend eine der Religion!

Aber mag es doch auch Spekulation sein, eine Spekulation, deren Wagemut nur etwa an Dr. Strousberg gemessen werden kann: vor dem Erreichten, vor einer Zielstrebigkeit, durch welche die Gebr. Aschinger für alle Zeiten als ganz merkwürdige moderne Mäzenaten in der Kunstgeschichte rangieren werden, bleibt doch nur staunende Anerkennung. Und mehr der Überraschungen: die Bierquellenbesitzer planten diesen Palast als eine Weihestätte höherer Geselligkeit, von Kunst verschönt und geleitet, als ein großes Konzert- und Versammlungshaus.

Aber die Verkehrs Verhältnisse der Baustelle — zwischen Bellevue- und Potsdamer-Straße — bedingten polizeilichen Einspruch gegen Massenanfahrten, und so wird denn der Prachtbau lediglich eine — unerhört reiche Wein-Gastwirtschaft, damit aber unfreiwillig ein Kultursymbol des neuen Berlins, das abends in Üppigkeit nach den Aufregungen des Massen-Gelderwerbes feiern will.

Man darf der Firma Aschinger aber nicht vergessen, daß ihr Ehrgeiz keineswegs in der Prunkkneipe gipfelte; ihrer geschäftlichen Idee fehlte es nicht an höherem Wollen und an einem gewissen, durch die Wahl des Architekten ja genügend gekennzeichneten künstlerischen Spürsinn. Daß nun aber niemand schwerer von der …. Degradierung des Gebäudezweckes als der Künstler — kein geringerer als Bruno Schmitz — getroffen worden ist, läßt sich ohne weiteres nachfühlen.

Er tat, was unter solchen Umständen jede starke Künstlerpersönlichkeit tun müßte: er hielt am ursprünglichen Programm, das dem höheren Fluge der Phantasie entsprach, fest und — hoffte. Mag doch eine Weile der bezauberndste Saal Berlins von schwatzenden und tellerkratzenden Gästen, von eiligen Kellnern, von Geschirrgeklapper und Fußgetrappel durchtost und entweiht sein: solcher Schönheit muß ihr Recht werden; und auch wir hoffen darum, daß das Haus doch noch als Konzert- und Versammlungslokal allerersten Ranges wird dienen dürfen.

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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Klagemauer der Juden

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Jerusalem. Die Klagemauer der Juden am Haram esch Scherîf.

Die Mauer ist im unteren Teil der Rest des Unterbaues vom Tempel des Herodes. Sie ist etwa 18 m hoch. Die Quadern sind sehr gut gefugt, manche von ihnen sind mehrere Meter lang. Die oberen Lagen stammen zum Teil aus jüngerer Zeit und zeigen kleineren Steinschnitt. An dieser Mauer pflegen besonders am Vorabend des Sabbath die Juden sich zu versammeln, zu beten, kleine Kerzen anzuzünden und Klagelieder anzustimmen wegen des Unterganges des Tempels und des jüdischen Reiches. Eine genaue Beschreibung des herodianischen Tempels hat der jüdische Schriftsteller Flavius Josephus hinterlassen, der als Begleiter des Kaisers Titus die Zerstörung Jerusalems miterlebt hat (Antiquitates XV 11, Bellum Judaicum I 21, V 5). Danach sind von Archäologen und Architekten sehr viele Rekonstruktionsversuche gemacht worden, vgl. z. B. Chipiez und Perrot, Le Temple de Jerusalem, Paris 1889.

Weitere Denkmäler mit ausführlicher Bildbeschreibung:
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Sinai
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Wâdi Mûsā
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Tempel Kasr Firûn
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Tote Meer bei Masada
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Ammân im Ostjordanland
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Ammân
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: el Kasr auf der Hochburg
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Jerusalem. Stadtbefestigung.
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Jerusalem. Damaskustor.
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: al-Aqsa-Moschee
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Tempelberg und Felsendom
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Jerusalem. Haram esch Scherîf
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Felsendom (Kubbet es Sachra)
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Klagemauer der Juden
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Eingang Grabeskirche Jerusalem
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Abschaloms Grab
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Hauptstraße von Samaria
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Geburtskirche Christi in Bethlehem
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Berg Tabor
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Tabarîja, das alte Tiberias
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Turm aus der Kreuzfahrerzeit
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Tortosa (Tartûs)
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Kirche des heiligen Symeon
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Gesamtansicht der Symeonskirche
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Krak des Chevaliers
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Krak des Chevaliers-Rekonstruktion
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Aleppo, Torbau der Zitadelle
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Aleppo. Brücke zum Tor der Zitadelle
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Aleppo, Minaret der Großen Moschee
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Aleppo, Mihrâb der Firdausmoschee
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Aleppo, Kinnasrin Tor
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Aleppo, Grab des Kâit Bâi
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Damaskus, Stadtmauern
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Damaskus, Zitadelle
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Damaskus, Umajjaden-Moschee
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Damaskus, Hof der Umajjaden-Moschee
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Damaskus, Umayyaden-Moschee
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Damaskus, Sâlihîja-Mausoleum
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, Große Hallenstraße
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, Große Hallenstraße II
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, kleiner Tempel
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, Privathaus
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, Sonnentempel
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, Sonnentempelterrasse
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, der Sonnentempel
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, Grabturm
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Palmyra, Unterirdisches Grab
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, Umfassungsmauer des Heiligtums
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Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, Bacchustempel
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, korinthische Kapitelle
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, Hauptportal des Bacchustempels
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, Innenwand des Bacchustempels
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, Halle
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, Architekturstücke
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Baalbek, Tempel der Venus
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Gerasa
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Gerasa, nördlicher Teil
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Gerasa, Tetrapylon, Artemistempel
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Gerasa, Triumphtor, Artemistempel
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Gerasa, Tempel bēt el-tei
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Kanawât/Kanatha im nördlichen Haurân
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Suwêdā im nördlichen Haurângebirge
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Hösn Sfîri, Peripteraltempel
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Hösn Suleimân in Nordsyrien
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Apameia in Nordsyrien
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Bosrā im Haurân
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Bosrā und Kasr Naûs
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Bziza im nördlichen Libanon
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Bosrā, Thetaer
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Felstunnel in Seleucia Pieria (Selefke)
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Phönikische Grabmonumente in Marathus (´Amrit)
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Marathus. Felskapelle el Ma’bed
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Antiochia
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Orontes (Nahr el ´Âsi) bei Antiochia
Denkmäler aus Syrien, Palästina und Westarabien: Laodieea ad niare (Lādhikîja, Lattakie)